Am 07.01.2026 fand im Rathaus eine Planungskonferenz zur geschlechterreflektierenden Arbeit statt. Sehr viele Fachkräfte haben sich an allen Thementischen sehr deutlich dafür eingesetzt, dass die Förderung für die Fachstellen Jungenarbeit, Mädchenarbeit und LSBTI* wieder aufgenommen wird. Auch die Unterteilung in diese drei Fachstellen wird als fachlich sinnvoll und notwendig beschrieben. Die Jugendhilfeplanung hat dazu eine andere Position, die fachlich aber nicht nachvollziehbar ist. Sie wollen eine allgemeine Fachstelle „Geschlechterreflektierende Arbeit“ installieren, die aus unserer Sicht weder die Machtverhältnisse der Geschlechtergruppen berücksichtigen kann, noch ihre unterschiedlichen historischen Entwicklungen berücksichtigt. Die Fachexpertise und Fachempfehlungen stützen unsere Thesen und die Auslegung des Jugendamts ist irritierend. Die mehrfachen Angebote mit den Fachkräften in einen direkten Diskurs zu gehen wurden leider abgelehnt. Zumindest soll jetzt auf Trägerebene der Prozess wieder aufgenommen werden.
Wir sind gespannt, wie sich diese Ergebnisse im Planungsbericht wiederfinden und setzen uns weiter für eine bedarfsgerechte Kinder- und Jugendarbeit in Dresden ein. Dafür ist die fachliche Untersetzung der Querschnittsaufgabe „Geschlechterreflektierende Arbeit“ ein essenzieller Baustein.
Wir bitten auch Sie, sich weiterhin politisch zu engagieren und sich gegenüber Statdratsmitgliedern und Jugendhilfeausschuss als Bürger*innen für die Jugendarbeit und weitere wichtige Infrastrukturen wie bspw. einen Ausbau statt Kürzungen des ÖPNV einzusetzen. Auch wenn dies zunächst erst mal wie ein ganz anderes Thema erscheint, sind Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit/Klimaschutz eng miteinander verwoben.